Logistik im Weihnachtsstress: Wenn der Grinch den Versand stört

Bastian Späth, CEO/Vorstand EIKONA AG
Grinch stiehlt Weihnachtsgeschenke im Warenlager

Mit dem munteren Voranschreiten des Herbstes geht es mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Feiertage. Weihnachtsmusik läuft in den Läden, der Duft von Plätzchen liegt in der Luft und Lichterketten verbreiten überall ihr sanftes Leuchten. Die einen freut diese allgegenwärtige Vorweihnachtsstimmung, die anderen gehören der Gruppe der Weihnachtsgegner an und nehmen sie wohl oder übel hin. So richtig entziehen kann man sich dem Ganzen eigentlich sowieso nicht … Damit die Logistik in dieser herausfordernden Zeit nicht im Chaos versinkt, sondern insbesondere den Versand entspannt bewältigen kann, gibt es digitale Unterstützer.


EIKONA Logistics Cloud

Software für Track and Trace

Mit EIKONA Track and Trace lässt sich leicht zurückverfolgen, wohin die vom Grinch stibitzten Pakete gekommen sind.

Überfüllte Läden, allgemeine Hektik, Last-Minute-Einkäufe und das Bangen, ob alle Sendungen rechtzeitig zugestellt werden können. Besinnliche Jahreszeit – von wegen! Der alljährliche Weihnachtsstress ist in der Logistikbranche immer besonders zu spüren. Wer sich ebenfalls schon längst in Position gebracht hat, ist der Grinch. Nachdem er bereits verschiedene Wege genutzt hat, um Weihnachten zu sabotieren, hat er es momentan auf Versandlager abgesehen und sorgt dort für Risse in Wertschöpfungsketten. Er greift die Logistik quasi im Kern an – denn dort sind sämtliche Teilbereiche der Distributions- wie Produktionslogistik miteinander verbunden. Schließlich werden hier Waren verwaltet, zwischengelagert, kommissioniert, verpackt und letztendlich in Richtung ihrer Bestimmungsorte versendet. Ob der grüne Griesgram, der soeben zu ein paar letzten Vernichtungsschlägen ansetzt, dieses Mal gegen die gut organisierte Logistik ankommt, wird sich zeigen.


Versandt oder verschwunden? Ordnung bei der Lagerung

Chaotische Lagerhaltung – was zunächst nicht allzu sinnvoll klingen mag, ist in der Logistik ein bewährtes und effizientes Konzept. Dabei wird der nächstbeste freie Platz sofort benutzt, um eine Ware einzulagern; es gibt keine spezifischen Orte mehr, an denen eine Ware immer liegt. Denn ansonsten bliebe Lagerfläche ungenutzt, wenn Waren einmal nicht vorrätig sind oder sich die Einkaufstrends verändern. Schwierig wird es jedoch, wenn der Schlüssel dieses Prinzips verloren geht: die Liste der Lagerplätze, in der genau steht, welches Produkt sich an welchem Ort befindet. Wo mag die denn nur sein? Der Lagermitarbeiter ist sich sicher, sie noch vor ein paar Minuten im Hallenbüro gesehen zu haben, doch jetzt scheint sie wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Aus dem Augenwinkel sieht er etwas Grünes um die Ecke huschen. Er hat von Kollegen gehört, dass bei ihnen vor wenigen Wochen der Grinch sein Unwesen getrieben hat. Ob er verantwortlich für das (ungeplante) Chaos ist? Wie gut, dass erst letzten Monat ein neues Lagerverwaltungssystem installiert wurde! Das hat der Mitarbeiter in all der Hektik glatt vergessen. Schnell einen Blick in das digitale Tool geworfen, und schon ist klar, nach welchem Regal er suchen muss. Ein wahres Organisationswunder, das alle Teilbereiche fest im Griff hat! So kann bestellte Ware schnell in Richtung Versand transportiert werden. Sollte der Grinch in einem Anfall von Verzweiflung einfach den Stecker ziehen, so gibt es auch für Notfälle die passenden Funktionen: Mit der Scanfunktion einer Smartphone-App lässt sich dennoch die zentrale Ein- und Ausgangssteuerung vorzunehmen – die Sendungsdaten der ausgehenden Packstücke werden dann einfach mit der zentralen IT des Transportdienstleisters abgeglichen.


Ohne Lademittel keine Lieferung

Auch ohne einen externen Widersacher gäbe es schon genügend Aufgaben – die Umschlagslager platzen aus allen Nähten, es werden Sonderschichten geschoben, um der auf ein Vielfaches angewachsenen Nachfrage gerecht zu werden. Als wäre das nicht schon genug, scheinen nun die Lademittel verschwunden zu sein. Normalerweise wird peinlichst genau Buch darüber geführt, welche Lademittel sich aktuell wo befinden, ob sie beispielsweise noch in einem anderen Betrieb liegen, da sie nach einer Lieferung nicht wieder mit zurückgekommen sind. Wohin sollen also nun die Massen an Lebkuchen und weihnachtlich duftenden Schaumbädern? Ohne Paletten, Gitterboxen und weitere Ladehilfsmittel lassen sie sich nur schwerlich an ihren Bestimmungsort liefern. Die Rettung naht: Die Software für das Lademittelmanagement scheint wieder zu funktionieren, nachdem zuvor ein Netzausfall die gesamte Umgebung lahmgelegt hatte. Der dezentralen Speicherung sei Dank können die mobilen Apps dennoch erfassen, welche Lademittel sich gerade wo befinden und ob Paletten, die zwar in der Halle stehen und verfügbar sein sollten, nicht vielleicht doch schon einem Auftrag fest zugeordnet wurden. Die Steuerung sämtlicher Aufgaben und Ressourcen funktioniert wieder einwandfrei, der Umschlag erfolgt wie gewohnt. Endlich ist alles sicher verstaut und befestigt, sodass während der Fahrt nichts herumrutschen kann. Ein Meer aus braunen Paletten und metallisch glänzenden Gitterboxen blickt dem Fahrer entgegen, der noch ein letztes Mal die Ladung kontrolliert, bevor es in Richtung Dänemark geht. Wie witzig, kurz dachte er, er hätte etwas Grünes aufblitzen gesehen … Aber das kann nicht sein, in der Farbe hat er gar nichts geladen. Oder doch? Kopfschüttelnd verwirft der Mann den Gedanken, verschließt die Ladeklappen und geht zurück ins Gebäude.


Lametta oder Christbaumkugeln: Versandware an Ort und Stelle

Die Telefone stehen nicht mehr still, nun trudelt schon der dritte Sonderauftrag an diesem Morgen in der Spedition ein. Noch vier Tage bis Weihnachten – der Countdown läuft, da wollen natürlich alle, Unternehmen wie Privatpersonen, noch schnell eine letzte wichtige Sendung auf die Reise schicken. Besonders dringend ist die Lieferung mit Christbaumschmuck, die an ein großes Kaufhaus geht. Goldene und rote Kugeln sind dieses Jahr besonders beliebt – da die silbernen Ornamente im letzten Jahr am gefragtesten waren, wurden diese in den vergangenen Monaten vorbestellt, doch andere Farben scheinen ihnen dieses Jahr den Rang abgelaufen zu haben, die Regale sind wie leergefegt. Gut, dass der Nachschub schon unterwegs ist! Doch kurze Zeit später kommt die Nachricht eines verzweifelten Mitarbeiters: Die Lieferung hätte zwar die heiß ersehnten Kugeln enthalten sollen, stattdessen waren jedoch nur Pakete mit Lametta drin … Das stand anders auf dem Lieferschein. Da hat doch mit Sicherheit der Grinch seine Finger im Spiel! Dass die falsche Ware geliefert wird und die gewünschte Sendung noch im Lager (oder noch schlimmer: bei einem anderen Händler) landet, ist natürlich nicht besonders effizient. Abhilfe schaffen kann hier jedoch ein Track and Trace-Tool – der digitale Alleswisser kann in Echtzeit bestimmen, wo sich welche Ladung befindet. So lässt sich die gesamte Lieferkette bequem digital verfolgen – in der Distributionslogistik unerlässlich. Da kommt selbst der größte grüne Widersacher nicht gegen an, wenn er Packstücke aus einem fertig beladenen Lkw wieder herausnimmt und gegen andere austauscht. Zwar wurde nun der falsche Baumschmuck an das Kaufhaus geliefert, die Sendungsverfolgung verrät jedoch sofort, wo die Pakete mit den dringend benötigten Kugeln sich befinden, sodass die Ware schnell herbeigeschafft werden kann. Nun können rechtzeitig zum Fest doch noch alle Bäume in rot-goldenem Glanz erstrahlen – welch ein Glück!


Versandprozesse: Digitale Unterstützung gegen den Grinch

Zwar hat der grüne Taugenichts auf den letzten Metern noch einmal alles gegeben, um der Logistik das Leben so schwer wie möglich zu machen, am Ende hat jedoch alles nichts gebracht. Mit den digitalen Helfern lassen sich selbst die kompliziertesten Versandprozesse stützen: dank Echtzeit-Datenübertragung sind Versender, Händler und Logistiker jederzeit über den Status der Lieferung informiert. Lademittel, die kein Nebendasein fristen, sondern als wichtige Ressource die Hauptrolle beim Versand spielen, können möglichst effizient verwaltet und eingesetzt werden und der erhöhten Nachfrage kann mit dem kurzfristigen Einsatz von Aushilfspersonal begegnet werden, da Warehouse-Management-Systeme schnelle Orientierung im Umschlaglager ermöglichen. Mit diesen digitalen Tools ist die Logistik jedenfalls bestens gewappnet, um dem Ansturm der Hochsaison inklusive etwaiger Störenfriede entspannt und gut organisiert entgegenzusehen. Die Wertschöpfungskette läuft wie geschmiert und Weihnachten kann kommen!


Bastian Späth
Bastian Späth
CEO / Vorstand

Als Diplom-Informatiker kennt sich Bastian Späth mit der Entwicklung von IT-Lösungen fachlich von der Pieke auf aus. Anforderungen erfassen, Ideen finden, Konzepte entwickeln, Projekte aufsetzen und sicher ins Ziel steuern – seit mehr als 15 Jahren täglich gelebte Praxis für den Unterfranken.


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