Logistikplanung: Was Avisierung, Zeitfenster- und Yard Management verbindet

Karen Janssens
Disponentin sitzt am Arbeitsplatz für Logistikplanung und führt diese gemeinsam mit ihrer Kollegin durch

Logistikplanung lebt von der Information. Es sind immer dieselben Faktoren, die wichtige Prozesse in der Logistik beeinflussen, wie Terminvereinbarungen, Ladeplanung und Zulaufsteuerung, Güter, Verwendungsort und -zeitpunkt sowie die Transportverantwortlichen. Wer diese Faktoren als Spedition durchgängig bereitstellt, ist für sämtliche Aufgaben bestens vorbereitet. Sie sind die Basis jeder Planung im Transportmanagement, der Versandvorbereitung und der Produktionssteuerung.


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Mit EIKONA Avisierung kündigen Sie die Zustellung oder Abholung einer Sendung an - wie von selbst per E-Mail, SMS oder automatischem Sprachanruf.

Chaos auf dem Produktionsgelände, lange Wartezeiten für abholende Spediteure und Lageristen, die hektisch zwischen den Verladetoren hin und herspringen. Viele Industrieunternehmen verlieren mit unzureichend gesteuerten Logistikprozessen rund um den Versand ihrer Güter enorm an Effizienz. Genauso geht es Spediteuren, die den Transport von Sendungen an Privatempfänger organisieren. Sie müssen oft einen hohen Aufwand betreiben, um Zustelltermine per Telefon zu vereinbaren, und verlieren einen Teil ihrer Umschlagfläche an Sendungen, die deshalb am Eingangstag noch nicht zugestellt werden können. Das verzögert ihre Prozesse gleich mehrfach, denn die Umschlagkapazität sinkt mit jedem wartenden Packstück. Und Produzenten müssen bisweilen ganze Produktionslinien umstellen, wenn das verspätete Eintreffen von Just-in-Sequence-Lieferungen den Materialfluss verzögert. Koordinationsverluste, die hohe Kosten verursachen. Mit gezielter Logistikplanung ließen sie sich dagegen leicht vermeiden.


Logistikplanung braucht aktuelle Daten

Supply Chain Manager haben in den vergangenen Jahren stabile und ausdifferenzierte Logistiklösungen entwickelt, die sich auch gegen Widerstände als resilient erweisen. Sie sind erfahren, können jeden einzelnen Prozess simulieren, seine Planzeiten kalkulieren, Schnittstellen und Umschlagpunkte optimal bestimmen. Mit vorauseilenden Daten und Echtzeitkommunikation im laufenden Prozess erhalten sie die benötigten Informationen, um den Prozessablauf der Dienstleistungen überwachen und bei Bedarf nachsteuern zu können. Über eine unternehmensübergreifende Plattform gelingt es ihnen, jeden neuen Status rechtzeitig mit sämtlichen relevanten Beteiligten an allen Standorten zu teilen. So verbinden sie ihre Konzepte aus der theoretischen Logistikplanung mit deren praktischer Umsetzung sowie der Sicherung der Prozessqualität. Für größtmögliche Effizienz nutzen sie IT-Lösungen, die ihre Prozesse unterstützen, wie beispielsweise:

  • Avisierung (Lieferankündigung)
  • Time Slot Management (Zeitfenstermanagement)
  • Yard Management (Hofsteuerung)

Mit diesen Anwendungen koordinieren Supply Chain Manager die anstehenden Prozesse, stimmen Termine ab, weisen Aufgaben zu und prüfen den tatsächlichen Transportverlauf gegen den Sollprozess.


Informationsaustausch sichert die Logistikplanung

Zu den wichtigsten Aufgaben von Softwaremodulen für die Avisierung, das Time Slot Management oder das Yard Management gehört es, die Abläufe während der Ausführung steuerbar zu machen. Sie überprüfen immer wieder, ob die Prozessziele weiterhin zu erreichen sind. Wenn das nicht mehr möglich ist, informieren diese IT-Plattformen alle Beteiligten proaktiv und erlauben es ihnen, neue Ziele festzulegen. Zudem bieten sie die Option, den gesamten Prozessverlauf durch ein Monitoring permanent zu überwachen. In dieser Funktion stärken sie Logistikkonzepte und verhelfen einer Neuplanung zur Umsetzung.


Wie erhalten Logistiker die passenden Informationen für die Logistikplanung?

Adressen, Zeiten, Routen, Maße und Gewichte, Lager- oder Stellplätze: Die wichtigsten Informationen für Logistiker lassen sich mit wenigen Datenformaten übermitteln. Aus ihrer Analyse entstehen die Eckpunkte einer konkreten Planung – dabei verwenden Plattformen als Datendrehscheibe und Kommunikationsschnittstelle für die diversen Aufgaben dieselben Planungsalgorithmen und Darstellungsweisen. So vermitteln sie die Terminabstimmung für eine Zustellung genauso wie das Ladezeitfenster in einem Industriebetrieb oder den vorgegebenen Zufahrtsweg, die Warteposition und Laderampe auf einem Werksgelände. Zudem enthält die Software regelbasierte Workflows, mit denen sie die Kommunikation strukturiert sowie den nächsten Prozessschritt festlegt. Deshalb kann ein Softwareanbieter, der eines der Planungsgenres beherrscht, grundsätzlich auch die anderen Facetten meistern. Von der Abholung über den Umschlag bis zur Zustellung.


Fazit

Plattformen und Echtzeitkommunikation stärken die Logistikplanung

Proaktive Nachrichten, jederzeit aktueller Status, vordefinierte Abläufe: Softwaremodule für die Avisierung, das Time Slot Management und das Yard Management nutzen dieselben Daten, koordinieren mindestens zwei beteiligte Parteien zeitlich und räumlich. Außerdem definieren sie die gültigen Prozessziele. Mit dieser Unterstützung sichern Supply Chain Manager ihre Logistikplanung ab. Versender profitieren von geordneten Abläufen, Speditionen können bei Privatempfängern sicher zustellen und Produktionsbetriebe wissen, ob ihr Materialvorrat rechtzeitig bereitsteht. Eine Logistiksoftware schafft Effizienzgewinne bei allen Beteiligten.


Karen Janssens
Karen Janssens
Teamlead Project Management

Sie hat eine ambitionierte Mission: Digitalisierungs-Projekte bei unseren internationalen Logistik-Kunden erfolgreich mit ihrem Team umsetzen. Dabei hilft der Belgierin ihre Kommunikationsstärke und ihr Sprachtalent. Neben Niederländisch/Flämisch, Englisch, Deutsch und Französisch spricht sie mittlerweile fließend Fränkisch. Als zertifizierte Projektmanagerin hat sie ihren Schwerpunkt im Umgang mit agilen Softwareframeworks. Gemeinsam mit ihrem Team bringt sie IT und Logistik zusammen.


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