Logistics as a Service: Alle Leistungen auf einer Plattform verfügbar

Bastian Späth, CEO/Vorstand EIKONA AG

Online-Marktplätze kennen wir alle. Ob es nun um die Lieblingsplattform für Second Hand-Ware geht oder um das digitale Warenhaus, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt – gemein haben sie alle, dass sie verschiedene Dienstleister und Anbieter auf nur einer Plattform vereinigen und so ein gigantisches Portfolio an Produkten anbieten können.


EIKONA Enterprise Plattform

Der Alleskönner für Logistik-Services

Die Alleskönner-Plattform fungiert als Single Point of Truth für Sie und Ihre Partner. Sie ist für verschiedene Lösungen flexibel skalierbar und schnell einsatzbereit.

Wäre es nicht schön, wenn es sowas auch für Logistik-Dienstleistungen gäbe? Wenn man ohne Einstiegshürde direkt weitere Services im Portfolio hätte? Vorhang auf für die „Logistics as a Service“-Plattform.

Was ist Logistics as a Service?

Eine Plattform, die Lösungen, Dienstleistungen und Software gesammelt an einem Ort anbietet und Dienstleister und Unternehmen vereint – das ist das Konzept von Logistics as a Service, kurz LaaS. In diesem großen Logistiknetzwerk werden sämtliche Services entlang der Wertschöpfungskette über Cloud-Plattformen oder Online-Marktplätze angeboten.

Ähnlich wie bei anderen „as a Service“-Modellen können Unternehmen Logistikdienste so ganz nach Bedarf mieten oder abonnieren, anstatt eine bestimmte Software selbst besitzen zu müssen oder langfristige Verträge mit Logistikunternehmen abzuschließen.

Sofort loslegen: Einstiegshürden sind passé

Einstiegshürde adé, schnelle Implementierung hallo: Die Plattform punktet durch ihre schnelle Einsatzbereitschaft. Sie ist gewissermaßen der Pfadfinder unter den Logistikdienstleistern und allzeit bereit. Die eigenen Leistungsversprechen entlang der Supply Chain können Unternehmen so ad hoc und ohne Einstiegshürde einkaufen. Der Vorteil: Die angebotenen Leistungen sind bereits von vielen Kunden erprobt. Langwieriges IT-Onboarding oder komplizierte Synchronisationsprozesse bei der Anmeldung von Lieferungen und der Auftragsabwicklung gehören so der Vergangenheit an.

Auch als Dienstleister lohnt sich eine solche Plattform enorm. Durch die smarte Verknüpfung von mehreren Services kann der Anbieter effizienter arbeiten und die Qualität seiner Angebotspalette steigern. Sind zu einem bestimmten Zeitpunkt mehr Kapazitäten frei als üblich, dann können diese Leistungen unkompliziert anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Logistik nach Bedarf: Leistungsversprechen flexibel einkaufen

Stellen wir uns das Ganze mal vor: Ein kleiner Händler, der über Online-Verkaufsplattformen schnell gewachsen ist, hat eine große Menge an Taschen zu versenden. Er hat jedoch keinen Versandservice, mit dem er das abwickeln könnte, dafür fehlt es ihm an Transportmitteln und Personal. Hier kommt die Logistics as a Service-Plattform zum Einsatz: Unkompliziert kann der Händler dort nach einem Anbieter suchen, der Versandservices anbietet. Ob Paketdienst oder Speditionsversand – LaaS bietet viele Möglichkeiten. Auch Zusatzdienstleistungen und Services lassen sich flexibel buchen. So kann der Händler sein eigenes Serviceangebot unkompliziert erweitern.

Ganz nach dem Mix and Match-Prinzip können genau die Leistungsversprechen eingekauft werden, die gebraucht werden. Ob Lagerhaltung, Umschlag, Transport, Kommissionierung oder Avisierung via Call Center – auf der Plattform finden Unternehmen genau die Unterstützung, die sie brauchen. Das Supply Chain Management wird so deutlich effizienter, denn Zusatzleistungen können ad hoc eingekauft werden.

Keine Software? Kein Problem!

Auch für Unternehmen, die eine bestimmte Software nicht selbst einsetzen – sei es, weil sie schnell gewachsen sind oder schlicht die Ressourcen fehlen – ist dieses Konzept die ideale Lösung. Die einzelnen Dienste werden per API aus dem Warenwirtschaftssystem angesteuert, und schon können die fehlenden Leistungen in die eigene Supply Chain integriert werden.

Nehmen wir das Beispiel Avisierung. Wird ein solches Tool aus einer Logistics as a Service-Plattform in das eigene System integriert, dann werden Benachrichtigungen automatisch generiert und an den Empfänger gesendet. Das passiert selbstgesteuert und basiert jeweils auf den aktuellen Tracking-Informationen der Sendung. Das Serviceangebot des Unternehmens wird so unkompliziert erweitert.

Was sind 3PL- und 4PL-Dienstleister?

4PL-Dienstleister, also Fourth Party Logistics, sind für die Koordination der Logistikabläufe anderer Firmen zuständig. Sie verfügen über keine eigenen Assets, sondern vermitteln das Know-how und sind beratend tätig.

3 PL-Dienstleister, die sogenannten Third Party Logistics, übernehmen als Drittdienstleister Aufgaben aus dem Angebotsspektrum der Transport- und Lagerservices. Ihre Leistungen bieten sie als Third Party, also als Dritte zwischen Kunden und Verkäufern an.

LaaS-Plattform: Orchestrierung von Dienstleistungen

Wie bei einer guten Komposition lassen sich sämtliche Einzelservices zu einem stimmigen Gesamtwerk kombinieren. Die Plattform macht es möglich, sie ist quasi der Dirigent, um im Bild zu bleiben. Sie fungiert als 4PL-Dienstleister und orchestriert sämtliche Logistikaktivitäten. 3PL-Anbieter wie Carrier und weitere Dienstleister werden über die Plattform koordiniert, sodass alle Prozesse bestmöglich automatisiert und optimiert werden.


Fazit

Logistics as a Service: Dienstleistungen auf Abruf

Warum sollte jedes Unternehmen über die ganze Palette an Software, Personal und Ressourcen verfügen, wenn einzelne Dienstleistungen auch als LaaS zugekauft und angeboten werden können? Ob im B2B-, B2C- oder D2C-Bereich – eine integrierte Plattformlösung ermöglicht es jedem Unternehmen, ohne kompliziertes Onboarding und weitere Einstiegshürden direkt loszulegen und Logistikdienstleistungen aller Art zu erbringen. Der Fulfillment-Service wird so zum Kinderspiel: Probleme wie mangelnde Kapazitäten oder Ressourcen werden im Nu gelöst.

Ob Lagerhaltung, Verpackungsservice, Umschlag, Rechnungserstellung, Abholung oder Zustellung: All diese Leistungen lassen sich mit LaaS flexibel mieten. Das Geschäftsmodell bietet viele Vorteile: Der Kunde profitiert auf einer Logistics as a Service-Plattform von einer breiten digitalen und integrierten Angebotspalette, während Anbieter mehr Umsatzsicherheit erreichen und ihre Kapazitäten bestmöglich verplanen können. Unternehmen müssen so keine feste Infrastruktur oder Ressourcen für den gesamten Logistikprozess vorhalten. Dank des Logistiknetzwerks können sie dennoch ein größeres Serviceangebot entlang der Wertschöpfungskette bieten und behalten die Fähigkeit, schneller und unkomplizierter auf Bewegungen am Markt zu reagieren.


Bastian Späth
Bastian Späth
CEO / Vorstand

Als Diplom-Informatiker kennt sich Bastian Späth mit der Entwicklung von IT-Lösungen fachlich von der Pieke auf aus. Anforderungen erfassen, Ideen finden, Konzepte entwickeln, Projekte aufsetzen und sicher ins Ziel steuern – seit mehr als 15 Jahren täglich gelebte Praxis für den Unterfranken.


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