EIKONA Logistics launcht ETA für CargoLine-Kunden

ETA bringt die Zustellung auf den Punkt

Sowohl für Industriekunden als auch für Privatempfänger erweitert CargoLine ihren Service um ETA - Estimated Time of Arrival oder auf Deutsch: die Ankunftszeitprognose. Damit gibt die Kooperation Verladern und ihren Kunden die Möglichkeit, sich besser auf Zustellungen vorzubereiten und Anschlussprozesse optimiert zu koordinieren.

Wäre es nicht schön, man könnte Unternehmen durch exakte Ankunftszeitprognosen mehr Prozessplanungssicherheit geben? Und Privatpersonen könnten ihr Zeitmanagement zuverlässig auf das vorhergesagte Eintreffen des bestellten Gartenhauses abstimmen? Exakte Verlaufsinformationen zu Sendungen in der Zustellung sind bei Stückgut bislang eher unüblich. Nun hebt CargoLine den Service auf ein neues Level und stellt ihren Kunden ein ETA-Modul zur Verfügung.


Frühzeitig informiert

Basis für jene Prognose ist eine Ankunftszeitberechnung für den Hauptlauf. Sie verifiziert, dass eine Sendung wie erwartet für die taggleiche Zustellung qualifiziert ist. Um diese Daten zu erhalten, hat CargoLine ihren gesamten Bestand von ca. 3.000 Wechselbrücken durchgängig mit Geotrackern ausgestattet. Da unsere ETA-Berechnung an einem solch frühen Punkt beginnt, können wir proaktiv eingreifen, falls die Einhaltung eines Zeitfensters kritisch werden sollte. Das gibt uns die Möglichkeit, beispielsweise die Stoppreihenfolge zu verändern und mittelfristig die generelle Tourenführung anzupassen“, berichtet CargoLine-IT-Leiter Sebastian Grollius.

Auf dieses Hauptlauf-ETA setzt das Partnernetzwerk die Ankunftszeitprognose beim Empfänger auf, egal ob B2B oder B2C. Diese wird den CargoLine-Kunden und deren Empfängern im Cepra-Kundenportal bereitgestellt, denn „Logistikprozesse wie auch das Urlaubsmanagement von Endempfängern profitieren enorm von Planungssicherheit“, erklärt Grollius. Darüber hinaus kann das Portal auf Kundenwunsch Benachrichtigungen versenden.


Breite Datenbasis sorgt für Präzision

Um Daten mit der erforderlichen Genauigkeit bereitstellen zu können, hat der Speditionsverbund gemeinsam mit seinem IT-Dienstleister EIKONA Logistics zunächst eine Reihe unterschiedlicher Verfahren getestet. Als optimal hat sich die Kombination von Live-Daten aus den Zustellfahrzeugen, parametrisierbaren Fahrzeugprofilen sowie Statistiken vergangener Anlieferungen herausgestellt. Mit diesen Informationen führt das Stückgutnetzwerk kontinuierliche Näherungsberechnungen zur Ankunftszeit durch.

Zudem kann es einem Empfänger während einer Tour die Position seiner Sendung auf einer Karte anzeigen und ihm mitteilen, wie viele Stopps das Fahrzeug noch vor seiner Adresse bewältigt. „Was sich so einfach anhört – mal eben die Ankunftszeit einer Sendung vorherzusagen – ist in Wirklichkeit ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Darüber hinaus müssen die gesammelten Daten in ein einziges Format überführt und permanent Näherungsrechnungen durchgeführt werden“, erklärt der IT-Leiter der Kooperation.


IT-Strategie: Schnelle Weiterentwicklung durch Microservices

Ermittelt werden die Ankunftszeitprognosen von einem sogenannten Microservice, der als Modul an die OCTOBUS-IT-Plattform angeschlossen ist. Die technische Umsetzung des Service hat EIKONA Logistics durchgeführt. Das Unternehmen war bereits an der Entwicklung von OCTOBUS maßgeblich beteiligt. Über die zentrale Datendrehscheibe verknüpft die CargoLine nicht nur ihre Betriebe. Sie steuert außerdem mittlerweile mehr als 20 aufgabenbezogene Microservices wie nun die ETA-Berechnung. Ziel der Einführung dieser agilen IT-Architektur im Jahr 2018 war es, Weiterentwicklungen schnell durchführen zu können. „Mit diesem weiteren neuen Software-Modul bestätigt sich unsere flexible IT-Strategie erneut“, resümiert Sebastian Grollius zufrieden.