Schäflein: habblAPP spart Papier und Zeit

Mit Android-basierten Scannern und einer App modernisiert die Schäflein AG die Zustellprozesse im Nahverkehr. In ihren mehr als 50 Zustellfahrzeugen hält mit der Habbl-App der EIKONA AG die Digitalisierung Einzug. Papierlose Prozesse vereinfachen die Abläufe und ersetzen den Unterlagenwust.

Als Ersatz für die mobilen Datenerfassungseinheiten (MDE) mit ihren textzeilenbasierten Anzeigen hat Schäflein vor kurzem Android-basierte Scanner mit grafischen Displays für die Nahverkehrsflotte angeschafft. Die neuen Geräte unterstützen die Lkw-Fahrer bei ihren komplexen Aufgaben rund um die Stückgut-Abholung und Zustellung optimal. Mit den Tourdaten bespielt, zeigen sie nicht nur an, welche Packstücke bei welchem Stopp abgeladen werden müssen. Sie steuern den Fahrer auch Schritt für Schritt durch die Anforderungen von Sonderprodukten. „Beispielsweise erhält der Fahrer automatisch deutlich sichtbare Erinnerungen an die Zustellung von Terminsendungen", erklärt Ilja Petrowski, Projektmanager von Eikona Logistics. So kann er seine Route exakt auf die pünktliche Zustellung ausrichten. Darüber hinaus werden für jede Empfangsstelle hilfreiche Informationen über den jeweiligen Kunden angezeigt, beispielsweise bei wem sich der Fahrer anmelden oder ob er seine Zustellung vorab telefonisch avisieren muss.

Einfache Kommunikation

„Im Display erscheint dann automatisch ein Telefonhörer-Button, über den sich die Verbindung zur Kontakttelefonnummer direkt aufbaut", berichtet Ilja Petrowski. Anschließend gibt der Fahrer in einem Ergebnisdialog ein, ob er den Kunden erreicht hat. Falls nicht, schaltet sich die Disposition von Schäflein ein. Erst nach dieser Eingabe kann der Fahrer die Tour in der gewohnten Weise fortsetzen. „Für uns bedeutet die Habbl-App einen entscheidenden Schritt zu mehr Prozesssicherheit", betont Schäflein-Speditionsleiter Thomas Bauer. Denn die kleine Software zeigt dem Fahrer außerdem Nachnahme-Beträge an und leitet durch den Lademitteltausch. „In der Anzeige steht dann, wie viele Paletten, Flachpaletten oder Gitterboxen der Fahrer wieder mitnehmen muss", sagt Ilja Petrowski. Weiter geht es erst, wenn er auch diese Eingaben bestätigt hat.

Eigene, individuelle Konfiguration

Um die Abläufe exakt so abzubilden, wie sie die Fahrer bei ihren Nahverkehrstouren erledigen müssen, hat sich Schäflein im Habbl-Workflow-Designer einen eigenen Workflow mit allen erforderlichen Prüfpunkten, Eingabefeldern und Checklisten eingerichtet. Dieser Workflow wurde anschließend von ausgewählten Fahrern in der Praxis erprobt und vor dem finalen Rollout entsprechend angepasst. „Nach den Testläufen konnten wir noch ein paar wenige Einstellungen so verändern, dass sie den Bedürfnissen unserer Leute besser entsprechen", erzählt Thomas Bauer. Über die Unterstützung für die Fahrer hinaus beschleunigt das neue Tool auch die administrativen Prozesse bei Schäflein. Denn mit der App können unterschriebene Lieferscheine bereits direkt vor Ort fotografiert und elektronisch archiviert werden. Das bislang übliche Einscannen entfällt. „Insgesamt profitieren wir von der guten Tourenführung der Fahrer in der App, die das Fehlerrisiko deutlich senkt", unterstreicht Thomas Bauer. Und die Disponenten der Spedition können den Fahrtverlauf sowie die aktuelle Position der Lkw jederzeit in einer Karte nachvollziehen.